Eine bunte Hochschullandschaft

Studieren in Deutschland könnte kaum abwechslungsreicher seyn, hierfür bieten sich schließlich nicht nur eine Unmenge an Fächern und Abschlüssen, sondern zunächst einmal auch die Hochschulen selbst. Diese sind in verschiedene Kategorien aufgeteilt und jeder angehende Student sollte sich im Vorfeld bei den Unis selbst, im Internet oder bei der klassischen Berufsberatung über die Möglichkeiten informieren. Kommt es mehr aus Praxis an, besteht also der Wunsch nach dem Studium direkt in einen lukrativ bezahlten und aussichtsreichen Beruf zu wechseln? Oder möchte man lieber ausgiebig forschen und sich auf eine akademische Karriere vorbereiten? Und wie steht es um die künstlerisch veranlagten jungen Leute, die gleichfalls eine breite Auswahl an Angeboten in deutschen Hochschulen vorfinden?

Die Universität: Der Leuchtturm im deutschen Bildungswesen

Wie das Gymnasium für den Schüler ist die Universität für den Studierenden eine deutsche Institution, seit Jahrhunderten in Betrieb, vorzüglich ausgestattet mit Fächern, Dozenten und Infrastruktur. Jede große Stadt, die etwas auf sich hält in der Bundesrepublik, hat auch eine Universität und auch in der Provinz gibt es einige international bekannte Einrichtungen. Wer hier studiert, hat gute Karten im Berufsleben, wobei das natürlich immer auch vom eigentlichen Studienfach abhängen mag. Dazu haben Universitäten das Recht, eine Promotion zu verleihen, man kann hier also Doktor werden. Eine starke Orientierung auf Forschung und Wissenschaft per se und manchmal auch eine fachliche Konzentration auf ausgewählte Fächer runden die Angebote ab.

Kirchen und Lehrer: Zu den Universitäten werden gleichfalls die zahlreichen konfessionellen Hochschulen gerechnet, diese sind oftmals mit philosophischen oder eben theologischen Angeboten unterwegs und auch die Hochschulen für Pädagogik im Lande zählen in diese Kategorie, werden also bei der Ausbildung von Lehrern gleichgerechnet wie die oben beschriebenen Allrounder.

Die Fachhochschule: Praxis über alles?

Die angewandte Wissenschaft steht im Mittelpunkt dieser Bildungsträger. Solcherlei Fachhochschulen sind gekennzeichnet durch ein breites Spektrum an Verknüpfungen mit der Wirtschaft und konkreten Anwendung des Wissens, oft werden deshalb hier große Abschnitte an Praxisarbeit mit eingebunden in den Studienplan. Zudem finden sich an dieser Art Hochschule eben nicht so viele Fächer wie an der allumfassenden Universität und in der Regel bedienen die Angebote eben Ingenieure, Ökonomen, Sozialpädagogen und ähnliches. Auch nicht ganz unwichtig sind an dieser Stelle die staatlichen Fachhochschulen, die für Zwecke der Verwaltung betrieben werden und die wiederum besondere Aufnahmebedingungen oft allein an bereits ausgebildete Beamte adressieren.

Das Studium für Künstler

Wer sich für Musik und bildende Kunst interessiert, kann in Deutschland aus einer breiten Staffelung von Häusern wählen, hier bieten sich die Musikhochschulen im Speziellen und Kunsthochschulen im Allgemeinen an. Manchmal findet sich eine solche Fakultät auch an klassischen Hochschulen, doch immer ist für die Aufnahme eine Prüfung oder ein speziell ausgearbeiteter Eignungstest erforderlich. Noten spielen dabei weniger eine Rolle, sondern es dreht sich ganz nachvollziehbar alles um die Frage, ob jemand tatsächlich zum Künstler taugt oder eben nicht. Alternativ können abgelehnte Bewerber in Deutschland aber auch die dazugehörige akademische Disziplin studieren, sprich Musikwissenschaft statt Gesang oder Kunstgeschichte anstatt Plastik und Malerei.