Universitäten und Fachhochschulen im Vergleich

Wo studieren die meisten Leute in Deutschland, was ist der Unterschied in puncto Motivation und Abschluss, wenn es um Universitäten auf der einen und um die an der Praxis orientierten Fachhochschulen geht? Wer meint, auf dem ersten Platz bei den Studentenzahlen befände sich irgendeine berühmte Studentenstadt, der irrt und auch die Fakultäten und Fachrichtungen selbst könnten nicht unterschiedlicher ausfallen.

Große Unis in Deutschland in Zahlen

Mit großem Abstand befindet sich in dieser Statistik die Fern-Universität Hagen. Dieses Angebot ist nicht räumlich begrenzt, sondern wird über bestimmte Modalitäten und Verfahren quer durch das Bundesgebiet wahrgenommen. Beinahe 70.000 Studenten haben sich hier eingeschrieben, wobei der Anteil gerade älterer Semester vergleichsweise hoch ausfällt, auch studieren an der Fern-Uni auch viele Leute, die bereits ein abgeschlossenes Studium vorweisen können. Es folgt die Universität zu Köln, die einiges mehr als 50.000 Studierende hat und die mit einem sehr breiten Angebot begeistert. Die Bronzemedaille heimst demgegenüber die Ludwig – Maximilians – Universität in München ein, auch dort sind immer noch, wenn auch ganz knapp rund 50.000 Studenten am Start.

Auf den weiteren Plätzen finden sich die Johann Wolfgang Goethe – Universität Frankfurt am Main oder auch die Ruhr Universität Bochum. Auch die Unis in Hamburg, Duisburg – Essen und Münster kommen auf hohe Studentenzahlen um beziehungsweise über 40.000 Studierende, oft gibt es aufgrund des Andrang gleichmal einen Numerus Clausus auf bestimmte Fächer und nicht selten sind solch große Hochschulen nicht auf dem technisch neusten Stand.

Technisch: Als Rheinisch – Westfälische Technische Hochschule Aachen ist dieser Standort einer explizit technischen Ausrichtung verschrieben, es handelt sich also im Gegensatz zu allen anderen Vertretern unter den größten deutschen Universitäten nicht um eine klassische Einrichtung. Mit rund 44.000 Studierenden ist die RWTH in Aachen trotzdem sehr beliebt in und außerhalb der Region im äußersten westlichen Rand der Bundesrepublik.

Deutsche Fachhochschulen in Zahlen

Schon allein der Anzahl in der Summe nach gibt es in Deutschland weit mehr Fachhochschulen als klassische Universitäten. Deshalb finden sich solche Bildungsstätten auch in Regionen, die eben keine Metropolen beherbergen, immer wieder lagern einige große Unis zudem Fachhochschulen aus und haben Standorte für bestimmte Forschungsgebiete. Auch finden sich eine Menge private Träger, diese sind ganz logisch mehr aus Praxis und Berufserfahrung ausgerichtet und in der Regel legen die Studentenzahlen hier auch seit Jahren beständig zu.

So hat an erster Stelle die FOM Fachhochschule zwar ihren Sitz in Essen, doch gibt es Dependancen im ganzen Land, was in der Summe dann zu Studentenzahlen von beinahe 39.000 Leuten führt. Auf dem zweiten Rang findet sich mal wieder Köln, die Rheinmetropole ist ähnlich wie bei der Universität vor Ort sehr attraktiv und die technische Hochschule kann gut 25.000 Studierende vorweisen. Es folgt München mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften, dort sind fast 18.000 Studenten eingeschrieben. Den gleichen Namen trägt die Bildungsanstalt in Hamburg und um die 15.000 Studenten haben gleichfalls Darmstadt, Berlin, Osnabrück, aber auch regional umfassende Fachhochschulen wie Niederrhein und Mittelhessen.