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Cinegate stellt Geschäftsbetrieb ein: Abwicklung nach über 35 Jahren

28. Mai 2026 um 01:44·Olga Ludwig·Aktualisiert 2. Juni 2026
Cinegate stellt Geschäftsbetrieb ein: Abwicklung nach über 35 Jahren

LGR Reutlingen – 28 Mai 2026 | Die Cinegate GmbH, ein bedeutender Akteur im deutschen Filmmarkt, hat bekannt gegeben, dass sie ihren Geschäftsbetrieb einstellen wird. In einem Schreiben an Kunden und Partner kündigte das Unternehmen eine geordnete Abwicklung an, wobei laufende Projekte wie vereinbart abgeschlossen werden sollen. Nach mehr als 35 Jahren im Bereich der Filmtechnik ist dies ein markanter Einschnitt für die Branche.

Die Wurzeln von Cinegate reichen bis ins Jahr 1988 zurück, als Martin Abert die Firma Cine Rent gründete. Im Jahr 2001 fusionierte Cine Rent mit Cine Licht, das ebenfalls 1989 ins Leben gerufen wurde, und die Cinegate GmbH entstand. In der Folge entwickelte sich das Unternehmen zu einem der größten Filmtechnik-Verleiher in Deutschland, mit Studios in Hamburg, Berlin und Köln sowie Produktionsbüros in nahezu allen Bundesländern. Das umfangreiche Sortiment umfasste Kamera-, Licht- und Bühnentechnik, Stromaggregate und Fahrzeuge.

Seit 2010 war Cinegate Teil der PRG-Gruppe und firmierte zuletzt unter dem Namen PRG Cinegate. Doch trotz der langen Geschichte und der bedeutenden Marktpräsenz sieht sich das Unternehmen nun gezwungen, seine Pforten zu schließen. Die Gründe für diese Entscheidung sind vielfältig und spiegeln die Herausforderungen wider, mit denen die gesamte Branche konfrontiert ist.

Cinegate stellt Geschäftsbetrieb ein: Abwicklung nach über 35 Jahren

Die wirtschaftliche Lage im Produktionsmarkt hat sich in den letzten Jahren zunehmend verschlechtert. Cinegate nennt rückläufige Projektvolumina, verschärften Wettbewerb, steigenden Preisdruck und einen hohen Investitionsbedarf als Hauptgründe für die Schließung. In den vergangenen Monaten wurden verschiedene Alternativen geprüft, jedoch konnte keine tragfähige Perspektive für eine Fortführung des Unternehmens gefunden werden.

Die Abwicklung wird geordnet vonstattengehen, und das Unternehmen hat zugesichert, dass bereits laufende Projekte wie vereinbart ausgeliefert und abgeschlossen werden. Dies gibt den Kunden und Partnern eine gewisse Sicherheit in einer Zeit, die für viele in der Branche von Unsicherheit geprägt ist.

Die Schließung von Cinegate hat nicht nur Auswirkungen auf die Mitarbeiter, sondern auch auf die vielen Partnerunternehmen und die gesamte Filmproduktionslandschaft in Deutschland. Cinegate hat über die Jahre hinweg viele Produktionen unterstützt und war ein zentraler Bestandteil des deutschen Film-Ökosystems. Die Abwicklung des Unternehmens könnte somit auch eine Lücke im Markt hinterlassen, die nur schwer zu füllen sein wird.

Für die Mitarbeiter von Cinegate bedeutet die Schließung nicht nur das Ende ihrer beruflichen Heimat, sondern auch eine ungewisse Zukunft. Die Filmbranche ist bekannt für ihre Dynamik, und viele Fachkräfte könnten Schwierigkeiten haben, adäquate neue Beschäftigungen zu finden, insbesondere in einem Markt, der sich im Wandel befindet.

Die Entscheidung zur Schließung von Cinegate ist ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen, die Unternehmen in der heutigen Zeit bewältigen müssen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der technologische Wandel führen zu einer Konsolidierung in vielen Branchen, und der Filmsektor bleibt davon nicht unberührt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schließung von Cinegate ein bedauerlicher, aber nicht überraschender Entwicklungsschritt ist. Die Herausforderungen, die die Branche plagen, sind komplex und erfordern innovative Lösungen und Anpassungsfähigkeit der Akteure. Die Schließung eines solch etablierten Unternehmens könnte als Warnsignal für andere Unternehmen in der Branche dienen, sich den veränderten Marktbedingungen anzupassen, um langfristig bestehen zu können.

#Berlin#Cinegate#Filmbranche#Filmtechnik#Hamburg#Produktion#Schließung#Wirtschaft

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